Eigentlich sollte es wohl ein netter Wahlkampfgag sein, den die Union mit dem Song "Angie" von der Rolling Stones bei den Auftritten ihrer Kanzlerkandidatin landen wollte. Doch der Schuss ging nach hinten los: Am Wochenende meldete sich nämlich verschnupft das Management der Rocker zu Wort, das die Verwendung des Stones-Klassikers gar nicht lustig fand.
Man sei "erstaunt", dass die Partei sich keine Erlaubnis für die Verwendung des Songs besorgt habe, zitiert die britische Zeitung "The Observer" am Sonntag einen Sprecher der Band. Wenn man darum gebeten worden wäre, "hätten wir Nein gesagt", fügte er hinzu.
Die CDU ist sich unterdessen keiner Schuld bewusst...
Dass Parteien sich bei ihren Wahlkämpfen populärer Songs bedienen ist nicht neu.
So regte sich der britische DJ Fatboy Slim beispielsweise auf, als die britische Labour Partei seinen Song
"Right Here Right Now" für den Wahlkampf von Tony Blair benutzte.
Die Verwendung seines Songs "Praise You" seitens des US-Präsidentschaftskandidaten Al Gore einige Zeit zuvor hatte der DJ deutlich gelassener genommen. Der sei wenigstens Mitglied der Demokraten, meinte er.
Und auch die Band U2, deren Song
"Beautiful Day" ebenfalls von Labour verwandt wurde, und Massive Attack, deren "The Man Next Door" von den Konservativen genutzt wurde, zeigten sich in der Vergangenheit über die Benutzung ihrer Songs wenig erfreut.
Fraglich ist allerdings, ob sich die CDU mit der Verwendung von "Angie" wirklich einen Gefallen getan hat. Schaut man sich den Text genauer an, können einem Zweifel kommen: Zwar heisst es da
"There ain't a woman that comes close to you" - sinngemäss: Es gibt keine Frau, die Dir das Wasser reichen kann. Aber auch:
"All the dreams we held so close, seemed to all go up in smoke" und
"Angie, where will it lead us from here" - was so viel heisst wie: "All unsere (...) Träume schienen sich in Luft aufzulösen" - und -
"wo wird es für uns von hieraus hingehen".
yuppii -
ha grad 4 Poulets verdrückt, nE, nur die Schenkel - logo